Die Geschichte des Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler

Anfang des 20. Jahrhunderts war man - zeitgleich mit vielen anderen Berufsgruppen - bemüht, im Bereich der Kunst die Vertretung beruflicher und gesellschaftlicher Interessen durch den Zusammenschluß von Solidargemeinschaften zu ermöglichen. So kam es, dass der Graphiker Ephraim Moses Lilien (1874 –1925) 1921 den “Wirtschaftlichen Verband bildender Künstler e.V.” in Braunschweig gründete. Der Verein bestand im Jahr 1925 aus 167 Mitgliedern, wurde 1928 umbenannt in “Reichsverband bildender Künstler, Gau Niedersachsen” und durch einen ehrenamtlichen Vorstand geleitet. Als Vorsitzende dieses Vorstandes wirkten E. M. Lilien (1920 – 1925), Günther Clausen (1925 – 1933) und Walther Hoeck (1933 – 1934).

1933 erfolgte die zentrale Gründung der “Reichskammer der bildenden Künste” in Berlin. In dieser Institution bestand nun für jeden Künstler Zwangsmitgliedschaft. Vertrauensmann für Braunschweig war Walther Hoeck. 1934 wurde der Verein „gleichgeschaltet, was einer auflösung aus politischen Gründen gleich kam.

Parallel dazu bestand von 1935 bis 1945 der “Braunschweiger Künstlerbund” unter der Leitung von Heinrich von Königsdorf.

1948 gründete sich der “Bund Bildender Künstler Nordwestdeutschlands e. V., Landesgruppe Braunschweig“ (BBK) und zählte 1951 schon mehr als 70 Mitglieder. Seit 1996 trägt der Verein den Namen „Bund bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen e. V.“, Bezirksgruppe Braunschweig. Der BBK Braunschweig wird durch einen ehrenamtlichen Vorstand geführt, dem mehrere Beiräte zur Seite stehen. Der Verein zählt derzeit 119 Mitglieder.

Als Vorsitzende amtierten im Lauf der Jahre: Robert Gottschalk (1948), Jakob Hofmann (1949), Prof. Dr. Hermann Flesche (1949 – 1958), Prof. Ernst Straßner (1958 – 1976), Prof. Jürgen Weber (1976 – 1980), Prof. Gottlieb Mordmüller (1980 – 1982), Heinrich Eugen v. Zitzewitz (1982 – 1988), Christof Nanko (1988 – 1994), Hans Manhart (1994 – 1998), Wittmute Malik (1998), Christian Stober (2000 – 2003), Prof. Christof Nanko (1998 – 2003), Gerd Druwe (2003 – 2011), Sabina Kaluza (2011-2017), Friedhelm Kranz (2017-ff)

   
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