IN MIR UND ÜBER MIR - Malerei, Collagen und Monotypien
Mona Fischer
Ausstellung 10|03|2017 – 09|04|2017

Vernissage am 09.03.2017 um 20 Uhr
Die Ausstellung „IN MIR UND ÜBER MIR" der Künstlerin Mona Fischer zeigt Malerei, Collagen und Monotypien. Mona Fischer studierte in den achtziger Jahren an der HBK Braunschweig, die sie als Meisterschülerin von Prof. Roland Dörfler verließ. Ursprünglich im Stil des kritischen Realismus malend, entfernte sich die Künstlerin von der äußeren Wirklichkeit. Im Werk von Mona Fischer sind nun unterschiedliche Formen der Abstrahierung zu sehen, deren Ursprung im Figurativen spürbar bleibt. Bildkomposition, gestalterische Mittel, Kalkül und Entscheidungen der Ratio treffen in Mona Fischers Malereien auf unvorhersehbare Farbreliefs, Materialebenen und expressivem Pinselstrich.
Die Themen der Künstlerin resultieren aus humanistischem Gedankengut, die Wirkung auf dem Betrachter ist intensiv und erinnern an manch düsteres Meisterwerk der frühneuzeitlichen apokalyptischen Landschaftsmalerei. Die Zerstörung von Umwelt und Miteinander durch Menschenhand thematisiert die Künstlerin im gewaltigen Bild „Caput mortuum" und zeigt die Schreckenslandschaft nach der Nuklear-Katastrophe von Tschernobyl. Zerklüftete Abgründe,
räumliche Tiefe und aus Farbe modellierte Bildebenen wirken unmittelbar auf den Betrachter ein.

Einladungskarte

Termine:
DONNERSTAG, 09.03.2017, 20 UHR Vernissage von "IN MIR UND ÜBER MIR"
SONNTAG, 09.04.2017, 14 UHR Künstlergespräch mit Mona Fischer
Öffnungszeiten sind Mi - Fr von 15 - 18 Uhr, Do 15 - 20 Uhr, So 11 - 17 Uhr.

NEU IM BBK 2017 – Neun neue Mitglieder des BBK Braunschweigs stellen sich vor
Ausstellung 27.01.2017 – 26.02.2017, Vernissage am 26.01.2017 um 20 Uhr


Eva Westermann-Baumgarten (Radio Okerwelle) im Gespräch mit Julia Taut

In der diesjährigen Ausstellung „Neu im BBK“ können Besucher den ästhetischen Variationen von jeweils 600 bzw. 6000 Tropfen in den Drip-Paintings der Künstlerin Uschi Korowski nachspüren. Das Spiel mit Zufall und Kontrolle ist das zentrale Element ihrer konzeptuellen Arbeiten. Ebenfalls sehr unterschiedlich sind die Oberflächen der gekochten Bücher Timo Hoheisels: die Bibel voll von Druckerschwärze auf dünnem Papier für einen starken Kontrast erscheint dunkel, wasserblau der verkochte Papierträger Schwanensees. Gemeinsam verhüllen die Bücher auf der Kunsthauswand ihren eigentlichen Inhalt und transformieren ihren Buchstabengehalt in mannigfaltige Oberflächen. Denis Stuart Rose bespielt den Kunsthausgarten mit einer Metall-Großplastik nach Caspar David Friedrichs Eismeer. Diese kunsthistorische Referenz auf das Scheitern wird durch Totenschädel als Vanitassymbol pointiert. Die abstrakten Zeichnungen Ulrike Wathlings sind wie ein grafisches Nachspüren ihrer eigenen Biographie, ein Nachspüren von systemischen Beziehungen, von Netzwerken, von Verflechtungen und Auflösungen. Mit Zeichenfeder und Tusche kontrastiert die Künstlerin Hell und Dunkel in anmutiger Akribie. Die Arbeiten der Künstlerin Anna Henke schildern in einer intensiven Farbigkeit narrative Prozesse, kleine Alltagsgeschichten verbergen sich in einer sehr eigenen Bildsprache. Die Beobachtungen und Empfindungen der Künstlerin können eingebettet in einem System floraler Elemente und selbst geschaffener Ikonographie nachempfunden werden.

 

Neu im BBK Braunschweig  Neu im BBK Braunschweig

Das Werk „Warten auf Rapunzel“ von Eimo Cremer ist partizipativ: der Besucher verändert mittels eines beherzten Griffes Rapunzels Bereitschaft und kann so den Grund des Wartens der Montablen, die für Eimo Cremers Kunstschaffen charakteristisch sind, nachvollziehen. In den Arbeiten Angela Kühners treffen Linien und Flächen als künstlerische Ausdrucksmittel in experimentellen Druckgrafiken aufeinander und beschreiben so die subjektive Erfahrung der Künstlerin von Raum und Zeit. Eindrücke aus Reisen, Oberflächentextur und Bergerfahrung können in den Zeichnungen und Fotografien von Johannes Hahn nachempfunden werden. Die Rauminstallation SIBLINGS der Künstlerin Beatrix von Pilgrim erscheint wie ein Schwarm an Dreibein-Stativen, der sich im Kunsthaus niedergelassen hat. Die an den Stativen befestigten Lichtquellen vermessen, erforschen und gliedern den Raum. Schatten werden erzeugt und gebrochen.

Termine

DONNERSTAG, 26.01.2017, 20:00 Uhr: Vernissage von "Neu im BBK"

SONNTAG, 05.02.2017, 14 UHR Künstlergespräch mit Uschi Korowski und Angela Kühner

SONNTAG, 12.02.2017, 14 UHR Künstlergespräch mit Timo Hoheisel, Beatrix von Pilgrim und Ulrike Wathling

SONNTAG, 26.02.2017, 14 UHR Künstlergespräch mit Denis Stuart Rose

Öffnungszeiten sind Mi - Fr von 15 - 18 Uhr, Do 15 - 20 Uhr, So 11 - 17 Uhr.

 

Bildräume
Margret Parpart
09 | 12 | 2016 - 15 | 01 | 2017

Eröffnung 8. Dezember 2016, 20 Uhr, Kunsthaus BBK, Braunschweig.
Die Ausstellung endet am Sonntag 15. Januar um 15:30 Uhr mit einem Künstlergespräch.
Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie unter: www.parp-art.com

leerzeichen
© Margret Parpart, "Leerzeichen" 100x130cm Acryl auf Leinwand 2016


Eva Westermann-Baumgarten (Radio Okerwelle) im Gespräch mit Margret Parpart

Ausstellung im Kunsthaus BBK, Diana Janecke, Leena Krüger, Matthias Walliser „Die Zeit heilt alle Wunden – Teil drei“
30.09.2016 – 06.11.2016, Vernissage am 29.09.2016 um 20:00 Uhr

Plakat-

Diana Janecke, Leena Krüger und Matthias Walliser sind künstlerisch ein eingespieltes Team. Bereits 2014 präsentierten sie im Rahmen der bundesweiten Ausstellungsreihe „Zeitzeichen/Zeitgleich“ in Göttingen den ersten Teil der Serie „Die Zeit heilt alle Wunden“. In ihren meist objekthaften Arbeiten griffen sie verschiedene Aspekte der Beschleunigung, des Erinnerns und des Konservierens auf und legten  den Grundstein für die Ausstellungen in der Städtischen Galerie KUBUS in Hannover Anfang 2016 sowie nun im Kunsthaus BBK.

In der Braunschweiger Ausstellung nehmen Janecke, Krüger und Walliser zusätzlich zu den Fragestellungen der ersten beiden Ausstellungen verstärkt die Frage nach einer möglichen „Heilung“ auf: Gibt es eine Heilung? Kann Kunst ohne schmerzliche Erfahrungen überhaupt entstehen? Vielleicht sind die schönsten Jahre doch nur eine Illusion und der Versuch sich vor Verletzungen zu schützen vergeblich? Könnte das Schmerzen lindernde Paradies in einem Irgendwo zwischen Bodenhaltung und Mikroorganismen und ganz ohne Haltbarkeitsdatum zu finden sein?

die KünstlerInnen

In ihren Malereien, in den grafischen Arbeiten, im Film, in den Objekten und in den Installationen suchen die Künstler*innen gemeinsam und einzeln Antworten auf diese Fragen. Ihre Planungen sehen vor im Erdgeschoss des Kunsthauses BBK neben neueren Werken zu den Themen Erinnern und Heilen Installationen und Objekte aus der ersten „Die Zeit heilt alle Wunden“- Ausstellung zu zeigen. Die Räume des Obergeschosses bzw. den Treppenaufgang und die Galerie teilen sie untereinander auf: So präsentiert Matthias Walliser in einem Raum Positionen, die sich in verschiedenen Techniken mit dem Ausstellungsthema auseinandersetzen. Im nächsten Raum begegnet man einer raumfassenden Installation von Diana Janecke, inspiriert durch das Motiv der Vergänglichkeit. Für den Treppenaufgang und die Galerie hat Leena Krüger eine serielle Tuschearbeit über sich stets aufs Neue teilende Wimperntierchen und Arbeiten in Öl auf Aluminium geplant.

Diana Janecke (geboren 1964 in Hannover),  Leena Krüger (geboren 1953 in Jyväskylä, Finnland) und Matthias Walliser (geboren 1959 in Marburg/Lahn) arbeiten und leben als freie Künstler*innen in Göttingen.

Am 6. November 2016 lädt das Kunsthaus um 15.30 Uhr zu einem Künstlergespräch mit Diana Janecke und Leena Krüger. Die Teilnahme ist kostenlos.

Öffnungszeiten: Mi - Fr von 15 - 18 Uhr sowie So 11 - 17 Uhr. Eintritt frei.

   
© BBK Braunschweig