02.Mai– 08. Juni 2014

Andreas Greiner-Napp: Erinnerungslandschaften - Photographie

Andreas Greiner-Napp, RodinaEröffung: 30.04.2014 um 20 Uhr (Tanz in den Mai)

Begrüßung: Gerd Druwe, Vorstand BBK
Einführung: Prof. Walter Ackers
Musik: „growl-it“

In der Ausstellung „Erinnerungslandschaften“ des Braunschweiger Photographiekünstlers Andreas Greiner-Napp in der Torhaus-Galerie sind Landschaften Träger von Erinnerungen. Die verfallenen Reste eines ehemaligen Freibads zeigen eine verwilderte Fläche: Bäume, die im Schwimmbecken wachsen und weidende Pferde als neue Bewohner. Doch die Vergangenheit bleibt gegenwärtig, man hört geradezu die juchzenden Kinder, die zum Ärger des Bademeisters vom Beckenrand in das Bassin springen.


Eva Westermann-Baumgarten (Radio Okerwelle)im Gespräch mit Andreas Greiner-Napp

Andreas Greiner-Napp sucht verlassene Orte, vergessene Landschaften und Häuser, in denen das einstige Vorleben präsent bleibt. Ein zerfallenes Harzer Jugendstilsanatorium, ein einsamer Plastikstuhl im Wald, Ruinen eines schottischen Wohnhauses- die Photographien dieser Erinnerungslandschaften zeigen, dass wir immer eine kulturell geprägte subjektive Wahrnehmung von Gegenden haben. Wenn Menschen eine Landschaft bebauen oder verändern, bleibt immer etwas zurück. Dies wird in den meisterhaften Photographien Andreas Greiner-Napps deutlich. Die Vollendung der vergessenen Geschichten und die eigentliche Erinnerung liegen im Betrachter selbst.

Eröffnung der Ausstellung mit einem Tanz in den Mai, 30.04.2014 um 20 Uhr. Die Eröffnungsrede hält Prof. Walter Ackers, die musikalische Begleitung kommt von der Band growl-it.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Mittwoch bis Freitag von  15 bis 18 Uhr sowie Donnerstag zum artafterwork bis 20 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

An den Sonntagen 04.05., 25.05. und 08.06. ist der Photographiekünstler Andreas Greiner-Napp selbst zugegen und freut sich auf Ihre Fragen.

14. März bis 20. April 2014
Ausstellung „zu zweit“ von Thea Pini und Renate Gallasch -

Vernissage: 13.03.2014 um 20 Uhr in der Torhaus-Galerie

Thea Pini, MoorfugeGrußwort: Karl-Heinz Adamski,

Eröffnungsrede: Pia Kranz,

Musikalische Begleitung: Fossajar

In den BBK-Torhaus Galerie Räumen sind in den nächsten Wochen die regionalen Künstlerinnen Thea Pini und Renate Gallasch in einer gemeinsamen Ausstellung zu sehen. Beide Künstlerinnen zeigen überwiegend abstrakte Gemälde und Skulpturen, die eine untergründige Nähe zur Natur eint.

"Lichtgewebe", "Weißes Moor" oder "Vegetation" sind nur einige Bildtitel von Thea Pini. Die Naturverbundenheit ihrer abstrakten Gemälde zeigt sich jedoch nicht nur in den Titeln, sondern auch an der natürlichen Farbgebung und der Malweise mit Eitempera. Daneben stehen ursprüngliche Holzskulpturen aus rustikalen Fassdauben und Deckenbalken, die nun zweckentfremdet in ästhetischem Kontext faszinieren.

Auf die Leinwände werden mit großen, groben Pinselstrichen wilde, lebendige Landschaften geformt, die sowohl Ruhe als auch Dynamik ausstrahlen. Wie in dem Bild "Ockergrund", bei dem Thea Pini Farbstoffe direkt aus einem Flussbett entnahm um ihr Werk zu malen. So verwächst der Fluss mit dem Kunstwerk.

Renate GallaschIm Kontrast dazu stehen die Werke von Renate Gallasch, welche durch ihre zarte Strichführung eine grazile Leichtigkeit erhalten. Dieser Eindruck wird durch die teils großen, weiß belassenen Leinwandflächen noch verstärkt. Viele graue, braune und gelbe Elemente zieren die Werke, die transparent wirken. Nach intensivem Betrachten werden nach und nach die einzelnen Schichten sichtbar und die Bewegung der Bilder deutlich. Auch Renate Gallasch zeigt Holzskulpturen, wie aufstrebende Balken, die als i-Tüpfelchen mit einem roten Pilz oder einer roten Fahne enden.

Die Ausstellung „zu zweit“ wird vom 14. März 2014 bis zum 20. April 2014 in der Torhaus-Galerie gezeigt.
Am 30. März um 11 Uhr und am 20. April um 14 Uhr finden Führungen mit der BBK-Künstlerin Bianca Höltje statt, der Eintritt ist frei.

24.01. - 02.03.2014 Marc Taschowsky „crossover- Malerei und Objekte“

Marc TaschowskyVernissage am 23.01.2014 um 20:00 Uhr, es grüßt Rainer Scheer (Vorstand BBK), es spricht Marcus Körber (Städtische Galerie Wolfsburg), es spielt Peter der Wolf.

Leuchtende Farben und Ikonenverehrung: die Handschrift des Künstlers liegt stilistisch in einer besonders genussvollen Verwendung von Farben. Thematisch nehmen aktuelle und historische Ikonen einen besonderen Platz im Werk Marc Taschowskys ein, der in Berlin lebt und in Braunschweig studiert hat. Ob Mao, Salvador Dalí, Kermit der Frosch oder Erich Honecker: in der Serie „Köpfe“ werden sie zu Taschowskys Bildsujets, stehen in prachtvoller Farbigkeit verfremdet nebeneinander und werden vom Künstler in jeweils prägnanten Posen dargestellt. Zusammen mit der Farbwahl ergeben diese Portraits ein eigenes Bild des Künstlers auf den jeweils Dargestellten.

Neben einer großen Begeisterung für Popkultur, Helden der Kindheit und phantastischen Synthesen gibt es im Werk Taschowskys überdies die Welt der humoristisch geprägten Objekte.

Am 02. März 2014, um 14 Uhr führt Marc Taschowsky durch seine Ausstellung.


Interview mit Julia Taut von Eva Westermann-Baumgarten (Radio Okerwelle)

06. Dezember 2013 bis 12. Januar 2014
Yvonne Salzmann: "being human - Menschsein"

Yvonne Salzmann, being human10. Stipendiatenausstellung des Freundeskreises Bildender Künstler Braunschweig e.V.

Eröffnung: 05. Dezember 2013, 20 Uhr

Begrüßung:
Friederike Harlfinger, Bürgermeisterin der Stadt Braunschweig
Dr. Katharina Perschmann, Erste Vorsitzende des Freundeskreis Bildender Künstler

Einführung, im Dialog:
Dr. Stefan Wolf, Gastprofessor an der HBK Braunschweig, Soziologe und Philosoph und
Dr. Regine Nahrwold, Kunsthistorikerin

Mit einem Grußwort von Friederike Harlfinger, Bürgermeisterin der Stadt Braunschweig, eröffnet der Freundeskreis Bildender Künstler Braunschweig e.V. (FBK) am Abend des 05. Dezember 2013 seine zehnte Stipendiatenausstellung. Seit 1995 vergibt der FBK alle zwei Jahre sein inzwischen mit 5.000,- Euro dotiertes Förderstipendium an eine Künstlerin oder einen Künstler aus der Region Braunschweig.


Interview mit Yvonne Salzmann und Julia Taut von Dorothea Rieck (Radio Okerwelle)

Links zu externen Berichterstattungen:

Humanistischer Pressedienst

Giordano-Bruno-Stiftung

Anfang 2013 wurde zum ersten Mal eine Fotokünstlerin mit diesem Stipendium ausgezeichnet: Yvonne Salzmann, geboren 1965 in Schandelah, sammelte mit Anfang 20 erste Erfahrungen mit kreativer Schwarz-Weiß-Photographie. 1997 bis 2009 führte sie zusammen mit Kindern und Jugendlichen einer Jugendhilfeeinrichtung zahlreiche Fotoprojekte durch. 2009 wurde Yvonne Salzmann Mitglied im Bund Bildender Künstler. Seit 2013 lebt und arbeitet sie als freie Fotokünstlerin in ihrem Atelier in Wolfenbüttel. Ihre Werke präsentiert sie in Ausstellungen im In- und Ausland.

Im FBK finden sich Bürgerinnen und Bürger zusammen, die an zeitgenössischer Kunst interessiert sind und künstlerische Aktivitäten in der Region Braunschweig fördern wollen. Sie finanzieren mit ihrem jährlichen Spenden die Förderprojektes des gemeinnützigen Vereins, der sich für den Erhalt einer vielfältigen Kunstszene in und um Braunschweig einsetzt.

Die Stipendiatenausstellung und der vorliegende Katalog konnten nur durch weitere Unterstützung realisiert werden: „Wir danken herzlich unseren Sponsoren: dem Kulturinstitut der Stadt Braunschweig, der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, der Stiftung Niedersachsen und der Öffentlichen Versicherung Braunschweig“, betont Dr. Katharina Perschmann, die erste Vorsitzende des FBK. Und weiter: „Wir wünschen Yvonne Salzmann alles Gute und sind gespannt auf den weiteren Verlauf ihres eingeschlagenen Weges“.

Dr. Stefan Wolf, Gastprofessor an der HBK Braunschweig, Soziologe und Philosoph führt in das Werk ein: „Die Individualität des Einzelnen, der verborgene Kern, seine Persönlichkeit – das Besondere, das ist es, was Yvonne Salzmann in ihren Bildern so stark und eindrucksvoll in Szene setzt. Wer sich darauf einlässt, wird viel über sich selbst lernen und darüber wie wir Menschen sinnvoll von uns und unserer Würde erzählen.

Die Fotografien von Yvonne Salzmann können ab dem 6. Dezember 2013 in der BBK Torhaus-Galerie, Humboldtstraße 34 betrachtet werden. Bis zum 12. Januar lauten die Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr, Donnerstag von 15 bis 20 Uhr und Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Die Künstlerin ist sonntags anwesend, feiertags bleibt die Galerie geschlossen.

   
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